Biologisches Alter und Zellverjüngung: Messmethoden und Mechanismen
Begriffsklärung und Relevanz Das biologische Alter beschreibt den funktionellen Zustand von Zellen, Geweben oder dem gesamten Organismus — also wie „alt“ der Körper tatsächlich auf molekularer, zellulärer und physiologischer Ebene ist — im Gegensatz zum chronologischen Alter, das einfach die seit der Geburt verstrichene Zeit angibt. Während das chronologische Alter bei allen Personen identisch mit dem Geburtsdatum ist, kann das biologische Alter stark variieren: zwei 65‑Jährige können sehr unterschiedliche Risikoprofile für altersassoziierte Erkrankungen, körperliche Leistungsfähigkeit oder kognitive Funktionen aufweisen. Biologische Alterbestimmungen beruhen typischerweise auf Biomarkern (z. B. epigenetische Uhren, Telomerlänge, Proteom‑/Metabolom‑Signaturen) sowie funktionellen Tests und fassen […]
Ernährung und Zellverjüngung: Mechanismen & Praxis
Grundbegriffe Zellverjüngung bezeichnet Prozesse, die zelluläre Funktionen wiederherstellen oder in einen jüngeren, funktionell besseren Zustand zurückführen. Das kann bedeuten: Beseitigung oder Reprogrammierung seneszenter Zellen, Wiederherstellung der Proteostase (korrekte Faltung und Abbau von Proteinen), Verbesserung der mitochondrialen Funktion, Stärkung der Reparaturmechanismen und Rückführung altersassoziierter epigenetischer Veränderungen. Zellverjüngung ist also ein funktionales Konzept auf der Ebene einzelner Zellen und Gewebe, nicht unbedingt ein völliges Zurückdrehen der Zeit. Das biologische Alter ist ein übergeordnetes Maß, das den physiologischen Zustand eines Organismus im Vergleich zur durchschnittlichen Erwartung für sein Kalenderealter beschreibt. Während das Kalenderalter nur die verstrichene Zeit ausdrückt, […]