Kältewirkung verstehen: Physiologie, Psychologie, Anwendungen
Wissenschaftliche Grundlagen der Kältewirkung Thermoregulation ist ein zentrales Prinzip, um die Körperkerntemperatur innerhalb enger Grenzen zu halten und so Enzymfunktionen und Zellprozesse stabil zu halten (Homöostase). Sinneszellen in Haut und tieferen Geweben melden Temperaturabweichungen an das zentrale Nervensystem, insbesondere an den Hypothalamus (Präoptischer Bereich), der über autonome, endokrine und Verhaltensreaktionen Gegenmaßnahmen einleitet. Zu diesen Gegenmaßnahmen gehören Vasomotorik (Vasokonstriktion/-dilatation), Muskelzittern (shivering) zur Wärmeproduktion, Aktivierung nicht-zitternder Thermogenese (z. B. braunes Fettgewebe) sowie Verhaltensänderungen (Bekleidung, Zuführung von Wärme). Mehrere physiologische Systeme sind unmittelbar an der Kälteantwort beteiligt. Das vegetative Nervensystem — vorrangig […]