Kälte und Gehirn: Wissenschaftliche Grundlagen und Praxis
Wissenschaftliche Grundlagen: Wie Kälte Körper und Geist beeinflusst Kälte löst im Körper eine Reihe gut dokumentierter, teils gegensätzlicher Reaktionen aus, die innerhalb von Sekunden bis Minuten beginnen und je nach Intensität und Dauer der Exposition unterschiedlich verlaufen. Ganz unmittelbar reagiert der Körper über vasokonstriktion in der Peripherie: Haut- und oberflächliche Gefäße ziehen sich zusammen, um Wärmeverluste zu begrenzen und die Kernkörpertemperatur zu schützen. Bei anhaltender oder intensiver Kälteeinwirkung kommen weitere Mechanismen hinzu, etwa Zittern (muskelbasierte Wärmeproduktion) und bei wiederholter Exposition Aktivierung des braunen Fettgewebes (non-shivering thermogenesis), die den Energieumsatz steigern. Auf der Ebene der Thermoregulation gibt es zudem zyklische […]
Kälteexposition: Wissenschaft, Psyche und praktische Anwendungen
Wissenschaftliche Grundlagen der Kältewirkung Kälteexposition löst eine Reihe gut untersuchter physiologischer Reaktionen, die darauf abzielen, die Körperkerntemperatur zu erhalten und gleichzeitig akute Anpassungen zu ermöglichen. Unmittelbar nach Einwirkung von Kälte kommt es zu einer starken peripheren Vasokonstriktion: Gefäße in Haut und Extremitäten verengen sich, um Wärmeverluste zu reduzieren. Dadurch sinkt die Durchblutung der Haut, während das Blutvolumen zentralisiert wird, was kurzfristig den venösen Rückfluss und damit die Belastung des Herzens erhöht und den Blutdruck ansteigen lassen kann. Parallel dazu treten Mechanismen der Wärmeerzeugung in Kraft: bei moderater bis starker Kälte beginnt das Skelettmuskelsystem zu zittern (Schüttelfrost), […]